Beschreibung

Du kannst die SnowCard solide anwenden und erkennst Triebschneepakete? Aber du bist dir nicht sicher, ob du das mit der aufbauenden Umwandlung richtig verstanden hast? Und wie geht das eigentlich mit den Schneedeckentests? Dann lasst uns zusammen die Nase in den Schnee stecken und in die Schneewissenschaften eintauchen. Dabei soll natürlich auch das skifahrerische Anwenden des Gelernten nicht zu kurz kommen.

Auf der Suche nach Schwachschichten, spannenden Schneedeckenaufbauten und kollabierenden Schneesäulen werden wir vier Tage lang das Tourengebiet rund um unsere Hütte umgraben: Zum einen unter der Oberfläche, indem wir jede Menge Schneeprofile erstellen, Stabilitätstest machen und den Schnee in verschiedenen Tiefen im wahrsten Sinne des Wortes unter die Lupe nehmen. Zum anderen auf der Oberfläche mit unseren Ski und Boards, indem wir unser erworbenes Wissen anwenden, um möglichst gezielt das fahren zu können, was gerade noch geht bei den gegebenen Verhältnissen. Aber eben mit Wissen und System!

Inhalt

  • Erstellen von Schneeprofilen und Schneedeckenstabilitätstests

  • Aneignung von Wissen zu den Vorgängen in der Schneedecke, die zu Lawinen führen können

  • Verbindung der Puzzlestücke zu einem eigenen, lokalen Lawinenlagebericht

  • Gegenüberstellung Probabilistik vs. Analytik in der Lawinenentscheidung

  • Anwendung des Gelernten bei der Lawinenentscheidung auf Tour

  • Cooles und steiles Ski- und Snowboardfahren :-)

Ausbildungsziel

Ziel der Fortbildung ist es, ein zusammenhängendes Verständnis zu den Prozessen in der Schneedecke zu schaffen und zu verstehen, welche dieser Prozesse unter welchen Umständen zu Lawinen führen können. Natürlich soll die Anwendung dieses Wissens auch auf Tour und mit spannenden Abfahrten geübet werden.

Voraussetzungen

  • Interesse an den Einstieg in die Schneewissenschaften

  • Erfahrung im Einsatz von probabilistischen Entscheidungsstrategien, z.B. der SnowCard oder Stop or Go

  • Solides Grundwissen zu den fünf Gefahrenmuster und wie man sie im Gelände erkennt

  • Lust auf buddeln, gucken, messen, testen

  • Erfahrung auf mittelschweren Skitouren mit häufigen Spitzkehren

  • Kondition für Touren mit ca. 1200 Hm pro Tag

  • Sicheres Fahren in verschiedenen Schneearten

  • Erfahrung in der Lawinenverschüttetensuche

  • Abgeschlossene JL-Grundausbildung der JDAV

Hinweis: Boarder*innen sind willkommen, brauchen erfahrungsgemäß jedoch etwas mehr Können, Erfahrung und Kondition als Skifahrer*innen, um im gleichen Gelände mithalten zu können.

Unterkunft

Das Naturfreundehaus Medergerfluh ist eine urige, abgelegene kleine Selbstversorgerhütte auf 2000 m oberhalb von Arosa. Wir bekochen uns selbst auf dem Holzofen, es gibt kein fließendes Wasser. Der Aufstieg dauert ca. 2,5 Stunden.


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